In unserer Einrichtung arbeiten wir in einem „teilgeöffneten Konzept“ mit Funktionsräumen und dem situationsorientierten Ansatz.
Kinder sind stark, kreativ und von Natur aus neugierig. Darin unterstützen wir sie. Sie stehen bei uns im Mittelpunkt – als handelnde, denkende, fühlende, wertende und ernst zu nehmende Menschen. Wir richten uns mit unseren Angeboten nach ihren Bedürfnissen.
Wie in einer Familie führen wir Kinder verschiedener Altersgruppen gezielt zusammen und fördern sie ihrem Alter entsprechend. Sie lernen miteinander und voneinander, übernehmen Verantwortung füreinander, helfen und trösten sich gegenseitig, kuscheln zusammen, streiten und versöhnen sich.
Wir ermutigen die Kinder, andere Lebenswelten kennen zu lernen. Feiern gemeinsam christliche Feste, erzählen biblische Geschichten, beantworten kindliche Sinnfragen. Wir möchten helfen, ihr Grundvertrauen und Selbstvertrauen zu stärken und sie zur Selbständigkeit anregen.
Verlässliche Beziehungen sind die Basis von Bildungsprozessen, Beziehungen sind jedoch mehr als bloße Nähe und gedeihen dann am besten, wenn sie auf Vertrauen gründen. Vertrauen wiederum braucht entsprechende Erfahrungen:
• Meine Gefühle werden respektiert.
• Meine Wünsche werden verstanden.
• Meine Bedürfnisse werden erfüllt.
• Meine Interessen werden gesehen.
• Meine Leistungen werden anerkannt.
Das „teilgeöffnete Konzept“ bedeutet für uns, dass die Kinder die Möglichkeit haben, ihren Aufenthaltsort und somit die Art ihrer Beschäftigung innerhalb der Einrichtung selbst zu wählen. Ebenso dass wir Erzieherinnen offen sind für die Bedürfnisse der Kinder, ihre Wünsche respektieren und ihre Entwicklungsstufen begleiten. Das heißt, dass wir ihnen den nötigen Raum und die individuelle Zeit geben, um sich zu entwickeln.
Für uns…
• beginnt Offenheit in den Köpfen und Herzen der Erwachsenen
• bietet offene Arbeit allen Beteiligten Spielräume für Autonomie
• schafft offene Arbeit offene Strukturen und Flexibilität im Alltag
Teiloffene Arbeit lebt im Jetzt, reflektiert das Gestern und dient dem Morgen.
Freiheit als „ Jeder macht, was er will“ ist nicht gemeint!
Wir möchten die Bildungs- und Erziehungsbereiche umsetzen, indem wir
• den Spuren der Kinder folgen
• Orte der Lebensfreude und des Abenteuers bieten
• Antworten für Neugierde finden
• Gelegenheiten bieten, um Mut zu erproben
Durch unsere Funktionsräume können die Kinder die gesamte Einrichtung als Spielbereich nutzen, um nach ihren individuellen Neigungen und Wünschen zu spielen oder an einem Angebot teilzunehmen.
Das Spiel ist die erste und wichtigste Lernform für Kinder im Alter zwischen 0-6 Jahren. Es ist ein Grundbedürfnis jedes Kindes zu spielen. Kinder lernen von Geburt an. Es ist notwendig, dass Kinder spielen dürfen und können. Kinder lernen spielerisch die Welt kennen, erforschen und erkunden sie. Durch das Spiel mit allen Sinnen lernen sie sich und ihre Umwelt kennen. Unsere vorbereitete Umgebung bietet den Kindern viele verschiedene Spielanlässe, in der sie ihre Spielideen umsetzen können.
Die Kinder kommunizieren mit den Erzieherinnen, wo sie sich aufhalten möchten und hängen ihr Foto an der Magnetwand auf. Um ein konstruktives Miteinander zu gewährleisten, ist es wichtig, dass die Kinder sich an die Regeln halten, die für den jeweiligen Bereich gelten.
Partizipation
Partizipation ist ein Kinderrecht und ein Grundprinzip der Demokratie.
Um den Bedürfnissen von Kindern wirklich gerecht zu werden, sind wir Erwachsene gefordert, Kinder als Experten ihrer Lebenswelt anzuerkennen. Dies bedeutet für uns:
Kinder werden nach ihrer Meinung gefragt!
In unserer Evangelischen Kindertagestätte „Pfarrer Ninck“, stehen die Bedürfnisse der Kinder an erster Stelle.
Dies bedeutet:
- Die Kinder werden entsprechend ihrem Entwicklungsstand an der Gestaltung ihres Alltags beteiligt
- Sie lernen ihre Wünsche und Bedürfnisse zu äußern und untereinander auszuhandeln. Sie lernen sich zu beschweren
- Den Kinder wird zugehört, sie werden ernst genommen und sie haben die Möglichkeit zur Mitbestimmung
- Grenzen werden bewusst gesetzt, reflektiert und allen Beteiligten gegenüber transparent gemacht. Grenzen schützen das psychische und physische Wohl der Kinder
- In der Kita wird die Basis für späteres demokratisches Verhalten gebildet
In unserer Einrichtung entscheiden die Kinder: - Wo sie spielen, mit wem und wie lange
- Was und wieviel sie essen und trinken
- Wann sie frühstücken gehen und mit wem
- Welche Person sie wickeln darf
Sie werden mit einbezogen bei: - Der Festlegung von Regeln im Haus
- Der inhaltlichen Gestaltung der Projekte und Angebote
- Der Auswahl neuer Spielmaterialien oder von größeren Spielgeräten
Partizipation braucht Zeit und ist ein niemals endender Prozess.
Die Einführung regelmäßiger Zusammenkünfte in Form von Kinderkonferenzen wird
angestrebt, so dass die Kinder zukünftig noch mehr Möglichkeiten haben, ihre Meinung
kundzutun, sich untereinander auszutauschen und gemeinschaftlich Entscheidungen zu
treffen.
Qualitätsentwicklung
Die Ev. Kindertagestätte Pfarrer Ninck ist seit 2005 in der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung aktiv.
Als Grundlage der Qualitätsentwicklung dienen die vom Zentrum Bildung, der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau, im Fachbereich Kindertagestätten, entwickelten Kriterien für die Qualität in evangelischen Kindertagestätten (Qualitätsfacetten). Diese richten sich nach den Anforderungen des SGB VIII, dem hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch (§45), dem Kindertagesstätten Gesetz Rheinland-Pfalz (§9a), dem Bildungs- und Erziehungsplan in Hessen und den Bildungs-und Erziehungsempfehlungen in Rheinland-Pfalz.
Das zentrale Ziel der zugrundeliegenden Qualitätsfacetten ist die durch Selbstbewertung geleitete Entwicklung von Standards, welche die Arbeit in der Ev. Kindertagesstätte abbilden.
Diese Standards richten sich sowohl an Gegenstandsfelder der Verantwortungsebene, als auch an die vielfältigen Aufgabenbereiche der Kindertagesstätte. Dabei umfasst die Verantwortungsebene Themen, die vom Träger, über die Leitung und die pädagogischen Fachkräfte, bis hin zu den Hauswirtschafts- und Reinigungskräften reichen. Die Aufgabenbereiche schließen zudem die Themen Bildung, Erziehung, Betreuung, Religionspädagogik, die Zusammenarbeit mit Eltern und vieles mehr ein. Diese Standards stellen verbindliche Leitlinien für die Ev. Kindertagesstätte dar, sie sind vergleichsweise einheitlich und weithin anerkannt. Außerdem unterliegen sie der ständigen Erweiterung und bieten somit einen zukunftsorientierten Rahmen für die Qualitätsentwicklung. Die Umsetzung der Standards in die Praxis ist das Ziel der Ev. Kindertagesstätte und somit gehört die Qualitätsentwicklung zum Selbstverständnis aller MitarbeiterInnen. Durch eine in regelmäßigen Abständen, in der Regel alle drei Jahre, wiederholte Selbstbewertung der Einrichtung können Stärken und Weiterentwicklungspotentiale erkannt und verfolgt werden.
Daher arbeiten wir im Team kontinuierlich zu den einzelnen Prozessen und setzen uns regelmäßig mit allen relevanten Themenfeldern der Qualitätsentwicklung auseinander und entwickeln sie weiter.